Virenattacke der anderen Art, oder wieso ich meinen Rechner trotzdem absichern sollte

Immer wieder darf ich mir von Personen anhören, die nicht ein Deut vom Fach sind: “Was kümmert es mich, wenn mein Rechner gehackt wird? Da ist eh nichts wichtiges drauf und ich habe auch keine persönlichen Daten darauf.”
Doch was ist es, wenn man genau wegen einer solchen Attacke oder durch einen Virus eine ordentliche Tortur durchmachen darf. Dieser, wenn auch recht ungewöhnliche Fall, zeigt doch nochmal hervorragend, wieso es doch besser ist sich immer Gedanken, um die Sicherheit eines Computersystems machen sollte. In den Fall infiziert ein Virus einen Rechner und lädt auf diesen Kinderpornos, dadurch verliert die entsprechende Person Freunde, Arbeit und einiges mehr, von den Stress mit den Behörden, der Presse und einigen Personen, die Pädophilie nicht gerade freundlich gesinnt sind (klar irgendwie auch verständlich, kaum jemand mag solche Leute). Doch letztendlich stellte sich heraus, dass in Wirklichkeit ein Virus auf den Rechner war, der auch nachweislich entsprechende Websites aufrief und belastendes Material herunterlud. Danach wurde die Anklage nach 11 Monaten fallen gelassen, doch was ist mit allen Anderen?
Die ganze Geschichte ist unter spiegel.de Virenattacke mit Kinderpornos zu finden.

Gut, die gängigere Methode wäre wohl, dass jemand von dem infizierten Rechner weitere Attacken durchgeführt, die ggf. den Betroffenen in eine missliche Lage bringt. Beispiele dafür wäre ein Botnetz, was ggf. an DDoS-Attacken tätig ist, Brute-Force-Angriffe durchführt, oder jemand sich über den Rechner in empfindlichere Systeme häckt, wie Banken, Militär-, Nachrichtendienste u.ä.. Was wohl auch unangenehm genug werden könnte.